"Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten" von Becky Chambers

 

Willkommen an Bord der Wayfarer!

Becky Chambers hat mit ›Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten‹ eine zutiefst optimistische Space Opera geschrieben, die uns den Glauben an die Science Fiction (im Besonderen) und an die Menschheit (im Allgemeinen) zurückgibt.

Als die junge Marsianerin Rosemary Harper auf der Wayfarer anheuert, wird sie von äußerst gemischten Gefühlen heimgesucht – der ramponierte Raumkreuzer hat schon bessere Zeiten gesehen, und der Job scheint reine Routine: Wurmlöcher durchs Weltall zu bohren, um Verbindungswege zwischen weit entfernten Galaxien anzulegen, ist auf den ersten Blick alles andere als glamourös. 

Die Crewmitglieder, mit denen sie nun auf engstem Raum zusammenlebt, gehören den unterschiedlichsten galaktischen Spezies an. Da gibt es die Pilotin Sissix, ein freundliches und polyamoröses reptilienähnliches Wesen, den Mechaniker Jenks, der in die KI des Raumschiffs verliebt ist, und den weisen und gütigen Dr. Chef, der einer aussterbenden Spezies angehört. 

Doch dann nimmt Kapitän Ashby den ebenso profitablen wie riskanten Auftrag an, einen Raumtunnel zu einem weit entfernten Planeten anzulegen, auf dem die kriegerische Rasse der Toremi lebt. Für Rosemary verwandelt sich die Flucht vor der eigenen Vergangenheit in das größte Abenteuer ihres Lebens.

 

›Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten‹ wurde für zahlreiche Preise nominiert, u.a. für den Kitschies Award, den Baileys Women’s Prize for Fiction und den Arthur C. Clarke Award.

 

 

Fischer 2016

 

 

 

 

Eine Literaturnobelpreisträgerin ganz nach meinem Geschmack:

"Gesang der Fledermäuse" von Olga Tukarczuk

Im Sommer tummeln sich wohlhabende Städter auf dem Hochplateau an der polnisch-tschechischen Grenze. Im Winter fliehen die allermeisten Einwohner den windumtosten Ort. An den langen dunklen Tagen widmet sich Janina Duszejko der Astrologie und der Lyrik des von ihr verehrten William Blake. Man hält die ältere Dame für verschroben, wenn nicht gar für verrückt, auch weil sie die Gesellschaft von Tieren der von Menschen vorzieht. Dann gibt es einen Toten. Janinas Nachbar Bigfoot ist grausam erstickt: In seiner Kehle steckt der Knochen eines Rehs. Und es bleibt nicht bei einer Leiche. Janina ermittelt auf eigene Faust. Kriminalfall, philosophischer Essay, Fabel, literarisches Spiel – auf ebenso komische wie ergreifende Weise zeigen Olga Tokarczuk und ihre hinreißende Heldin, wie sehr es unserer Gesellschaft an Respekt mangelt, ob der Natur und den Tieren oder jenen Menschen gegenüber, die am Rande stehen.

 

Kampa-Verlag 2019

 

 

 

Ein großartiges Comic-Buch mit messerscharfem Humor. Feminismus verpackt in witzigen Zeichnungen - das ist genau mein Ding!

"I'm every woman" von Liv Strömquist

In „I’m every woman" setzt sich Liv Strömquist mit dem Mythos vom männlichen Genie auseinander, indem sie die Geschichte aus weiblicher Perspektive umschreibt.

Die Leser*innen begegnen darin diversen Frauen, die sich im Schatten ihrer allseits gelobten und bewunderten Männer bewegen mussten. Strömquist nimmt die Figuren von Jenny Marx, Priscilla Presley und Yoko Ono, die trotz ihrer Beiträge zu den Erfolgen ihrer Ehemänner zu Fußnoten in den Geschichtsbüchern reduziert wurden, und unterzieht sie einer wohlverdienten Rehabilitation.

Liv Strömquists Gesellschaftskritik beruht auf Fakten und kombiniert unbändige Freude an Sprachwitz und berechtigter Wut mit ihren ausdrucksstarken Zeichnungen.

 

Avant-Verlag 2019

 

 

 

Wer die Serie "Gentleman Jack" liebt, kommt um dieses Buch fast nicht drumrum. Erstaunlich unterhaltsame Lektüre.

"Anne Lister: Eine erotische Biographie" von Angela Steidele

Wäre sie ein Mann gewesen, müsste man sie Frauenheld nennen, Schwerenöter oder Heiratsschwindler, Lüstling, Wüstling oder einfach nur Schuft: Frauen pflasterten ihren Weg. Anne Lister (1791–1840) betete sie an, begehrte, belog und betrog sie, ging ihnen an die Wäsche und ans Geld. Angela Steidele schildert anhand der pornografischen Tagebücher das faszinierende Leben einer schillernden Persönlichkeit, die allen Vorstellungen vom keuschen präviktorianischen Zeitalter widerspricht. Staunenswert, kurios, hocherotisch.

 

Matthes & Seitz Berlin 2018

 

 

 

 

Ein wunderbarer Liebesroman! Sehr charmant, sehr ergreifend!

"Love’s Portrait" von Anna Larner

Newly appointed art curator Molly Goode is committed to diversifying her museum’s collection. When Georgina Wright, the museum’s aloof benefactor, asks for Molly’s help in identifying the provenance of a 19th century portrait of social activist Josephine Brancaster, Molly welcomes the opportunity, even if it means spending time with the standoffish financier. But passions soon flare as the women uncover the heartbreaking story of doomed lesbian love behind the watercolor painted by Josephine’s lover, Edith Hewitt.

As their love blossoms, Molly is determined to display Edith’s portrait of Josephine and to tell their story in the museum, but she needs the influential Georgina to help convince the board. When an unforeseen twist in the painting’s provenance forces Georgina to confront her own painful past, will history repeat itself, or can Molly and Georgina’s love prevail?

 

Bold Strokes Books 2019

 

 

 

Schräg, sehr schräg! Wunderbare Sprache und Sprachbilder. 

 

"Ein gutes Verbrechen" von Magdalena Jagelke

Tara ist noch ein Teenager, als ihre alleinerziehende Mutter beschließt, die Tochter sei ohne sie besser dran. Die Mutter verschwindet und überweist monatlich Geld. Die Tochter kämpft und überlebt. Sie sucht nach Liebe in Paris, findet so etwas wie eine Familie beim Milchmann am Stadtrand, pinkelt auf Geldscheine der Mutter, lässt sie auf der Heizung trocknen und bezahlt damit im Supermarkt ihre Brötchen. Magdalena Jagelke verblüfft mit ihrem kunstvollen, klaren Sound und mit einer Geschichte, die uns hadern lässt: Kann das Verlassen des eigenen Kindes ein gutes Verbrechen sein?

 

Voland&Quist 2018

 

 

 

Läuft unter Fantasy, ist aber eigentlich eine etwas andere Piratinnengeschichte. Voller Wendungen, Wirrungen und Überraschungen - herrlich!

"Shell Game" von Benny Lawrence

Life in a remote fishing village in the middle of a civil war is neither safe nor inspiring. So, when an opportunity comes along for village girl Lynn to be kidnapped and enslaved by a ruthless pirate queen, she takes full advantage of it. But Darren is neither as ruthless nor as piratical as she appears at first glance–and Lynn’s not exactly what she seems to be, either. In between encounters with old girlfriends, a slow death involving marmalade, and bounty hunters with no sense of humour, Lynn and her new mistress attempt to work out exactly what they are to each other–and who’s in charge.

 

Bedazzled Ink 2013

 

 

 

Wundervoll geschrieben und ein Einblick in die Welt der Hijras in Indien.

"Das Ministerium des äußersten Glücks" von Arundhati Roy

Arundhati Roy, die Autorin des Weltbestsellers »Der Gott der kleinen Dinge«, kehrt zurück! Ihr lange herbeigesehnter Roman »Das Ministerium des äußersten Glücks« führt uns an den unwahrscheinlichsten Ort, um das Glück zu finden. Eine Reihe ausgestoßener Helden ist hier mit ihrem Schicksal konfrontiert, aber sie finden eine Gemeinschaft, sie bilden eine Familie der besonderen Art. 

Auf einem Friedhof in der Altstadt von Delhi wird ein handgeknüpfter Teppich ausgerollt. Auf einem Bürgersteig taucht unverhofft ein Baby auf. In einem verschneiten Tal schreibt ein Vater einen Brief an seine 5-jährige Tochter über die vielen Menschen, die zu ihrer Beerdigung kamen. In einem Zimmer im ersten Stock liest eine einsame Frau die Notizbücher ihres Geliebten. Im Jannat Guest House umarmen sich im Schlaf fest zwei Menschen, als hätten sie sich eben erst getroffen – dabei kennen sie einander schon ein Leben lang. 

Voller Inspiration, Gefühl und Überraschungen beweist der Roman auf jeder Seite Arundhati Roys Kunst. Erzählt mit einem Flüstern, einem Schrei, mit Freudentränen und manchmal mit einem bitteren Lachen ist dieser Roman zugleich Liebeserklärung wie Provokation: eine Hymne auf das Leben.

 

S.Fischer Verlag 2017

 

 

 

Dieses Buch könnte ruhig einmal neu aufgelegt werden, weil es so absolut lesenswert ist und es außerdem nichts Vergleichbares gibt!

"Untiefen" von Nicola Griffith

Die 19-jährige Lore erwacht auf der Straße im strömenden Regen, ohne Kleidung, ohne Identität. Ihre Kidnapper haben sie ausgesetzt. Lore van de Oest war die Tochter eines der mächtigsten Männer auf dem Markt für Biotechnik . Doch jetzt ist sie ein Niemand, ihre Existenz in den weltweiten Datennetzen des Internet wurde gelöscht. Und sie will nicht zu ihrer Familie zurück, denn ein dunkles Geheimnis und die Tatsache, dass das Lösegeld für sie nicht bezahlt wurde, halten sie von der Kontaktaufnahme ab.

 

Heyne 1999

 

 

 

Leider momentan nur antiquarisch zu kriegen, nichtsdestotrotz ein Buch, das zu meinen absoluten Lieblingsbüchern gehört. Ann-Marie Mac Donald schreibt wie eine Göttin! Auch wenn ihre Geschichten etwas düsterer sind als meine...

"Vernimm mein Flehen" von Ann-Marie MacDonald

Die preisgekrönte kanadische Dramatikerin und Schauspielerin hat mit ihrem ersten Roman ein mitreißendes, opulentes Familienepos geschaffen. Darin spielt die herbschöne mystische Landschaft der Nordostküste Kanadas eine ebenso bestimmende Rolle wie das ungewöhnliche Schicksal von vier Schwestern: der kapriziösen Kathleen mit der schönen Stimme, der wilden Frances, der tief religiösen Mercedes und der behinderten, von allen vergötterten Lily, die ein tödliches Geheimnis entdeckt.

 

Piper Verlag 1997

 

 

 

 

Ein Science-Fiction, den es leider nicht in deutscher Übersetzung gibt. Sehr schade, dass solche Bücher von den Verlagen übersehen werden. 

"All good children" von Dayna Ingram

Everyone tells 14-year-old Jordan Fontaine not to worry about the summer camp that isn't really a summer camp, not to worry about the survival statistics she's been calculating since elementary school, or about the quickly averted eyes and frowning mouths of her peers when she tells them her Liaison is coming to visit her and her brothers. She does not dare to tell anyone that her pulse quickens when she looks at the beautiful Liason. But the Liaison, whose role is to supply their inhuman masters with bodies, is being manipulated by another. And Jordan will be drawn into a dangerous coup that she in unaware of. This is a world where women are bred like cattle, ensuring the continuation of the human race-or, as they are known to the malevolent Over, sustenance. Perhaps some children need to be seen and heard.

 

Lethe Press 2016

 

 

 

Dieses Mal gibt es als Empfehlung nicht direkt Literatur, sondern Musik. Die ist allerdings eine Hommage an die Schriftstellerin Carson McCullers.  Also indirekte Literatur...

Lover, Beloved: Songs from An Evening With Carson McCullers von Suzanne Vega

Suzanne Vega hat ein neues Album veröffentlicht. Titelgebend für die Songs darauf ist das Leben der amerikanischen Autorin Carson McCullers. Fasziniert sei sie von McCullers Literatur, aber vor allem vom Mut McCullers, sich schon in der damaligen Zeit als lesbisch zu outen.

"Lover, Beloved: Songs from An Evening With Carson McCullers" lautet der Titel des neuen Albums von Suzanne Vega. Die Schriftstellerin Carson McCullers ist für die Musikerin Suzanne Vega vor allem mit ihrer aufrechten Haltung, mit ihren Romanen, Erzählungen und Stücken ein Vorbild. Ganz oben steht dabei für Vega ihre Bewunderung für das mutige Anzweifeln des Moralkodexes im Nachkriegsamerika durch Carson McCullers.

Die Idee für dieses Album geht zurück auf einen Moment am College, wie Vega im Deutschlandradio-Kultur-Interview sagte. Damals hatte ein Lehrer die Studenten aufgefordert, in die Rolle einer Person zu schlüpfen, die sie bewundern. Und Suzanne Vega wählte: Carson McCullers.

 

 

Red Essential (Sony Music) 2016

 

 

 

Nicht nur für Imkerinnen eine tolle Lektüre!

"Leben auf dem Land" von Sue Hubbell

Eine Hymne auf das entschleunigte Leben: Sue Hubbell, ehemals Bibliothekarin in Rhode Island, dann Bienenzüchterin auf einer einsam gelegenen Farm in Missouri, zeigt uns mit feinem Humor und naturwissenschaftlicher Kenntnis, wie viel wir von Bienen und Fledermäusen, von Insekten und Pflanzen lernen können, kurz: von den faszinierenden Beziehungen und Prozessen in der Natur. Das schönste Buch zum »Slow Life« nun in Neuausgabe.

 

Diogenes Verlag 2016

 

 

Eine Empfehlung, die ich einfach aussprechen muss!

"Untenrum frei" von Margarete Stokowski

«Der Feminismus erklärt mir nicht, warum der Bus nicht auf mich wartet. Aber er erklärt mir, warum ich mich für mein Zuspätkommen entschuldigen werde, auch wenn ich nicht schuld war, sondern der Bus zu früh gefahren ist. Er erklärt mir, warum viele der Frauen, die ich kenne, sich auch noch entschuldigen würden, wenn sie von einem Meteoriten getroffen werden.»

 

In ihrem Debüt «Untenrum frei» schreibt die Autorin und Spiegel-Online-Kolumnistin Margarete Stokowski über die kleinen schmutzigen Dinge und über die großen Machtfragen. Es geht darum, wie die Freiheit im Kleinen mit der Freiheit im Großen zusammenhängt, und am Ende wird deutlich: Es ist dieselbe. Mit scharfsinnigem Blick auf die Details gelingt ihr ein persönliches, provokantes und befreiendes Buch.
Stokowski erzählt von dem frühen Wunsch, unbedingt als Mädchen wahrgenommen zu werden, von unzulänglichem Aufklärungsunterricht, von Haaren und Enthaarung, von Gewalterlebnissen, von Sex, von Liebe und vom Feminismus. Und sie verbindet ihre wunderbar erzählten persönlichen Erlebnisse mit philosophischen, politischen und wissenschaftlichen Analysen und zeigt damit: Sie ist mit ihren Erfahrungen nicht alleine. Wir fühlen uns als freie, aufgeklärte Individuen, aber erst wenn wir Geschichte um Geschichte zusammentragen, wird die kollektive Schieflage, die strukturelle Ungleichheit sichtbar. Dennoch: «Wenn ich Geschichten aus meinem Leben erzähle, dann nicht, um langsam, aber sicher ein Bild von mir als Vollopfer aufzubauen», schreibt Stokowski – im Gegenteil. Ihr geht es um eine «Ent-Opferung». Humorvoll und klug geht sie damit der Frage nach, wie politisch das Private noch immer ist.

 

Rowohlt 2016

 

 

Endlich hat Sarah Waters wieder ein neues Buch auf dem deutschen Buchmarkt und natürlich ist es ein absolutes Muss für alle, die ihre ersten Bücher sehr mochten .

"Fremde Gäste" von Sarah Waters

EINE LEIDENSCHAFTLICHE AFFÄRE VOLLER ABGRÜNDE. London in den Zwanzigerjahren. Die 28-jährige Frances Wray und ihre Mutter sind gezwungen, Untermieter in ihrem Stadthaus aufzunehmen, seit der Vater und die beiden Brüder im Krieg gefallen sind. Mit der Ankunft von Lilian und Leonard Barber, einem modernen jungen Ehepaar, halten Grammophonmusik, Lebensfreude und Gelächter Einzug. Offene Türen gewähren Frances Einblicke in fremde Gewohnheiten, und ans Tageslicht drängende Geheimnisse wecken verborgene Sehnsüchte in ihr. Bis ein schreckliches Ereignis nicht nur Frances' Welt gänzlich aus den Fugen geraten lässt.
»Sarah Waters in Bestform. Fremde Gäste ist eine nachhaltig fesselnde Geschichte über Männer, Frauen, Zärtlichkeit, Leidenschaft, Brutalität, Loyalität, Sex, das Ganze eingebettet in ein sorgfältig recherchiertes historisches Umfeld.« Evening Standard

 

Bastei Lübbe 2016

 

 

Es ist Juli und Lo empfiehlt mal wieder einen Roman, den es nur in englisch gibt. Neueste Erscheinung einer Autorin, von der man eigentlich auch alle anderen Bücher lesen sollte:

"The Shewstone" von Jane Fletcher

In the port city of Fortaine, two young girls acquire new families.

 

Four-year-old Eawynn, the unwanted illegitimate daughter of an ambitious noble, is dumped in the temple. When she is old enough, she will be initiated into its sisterhood of priestesses. Meanwhile Matt, the street urchin, earns a crime lord’s admiration, so much so he adopts her as his daughter and heir to his underworld clan.

 

Nearly two decades later, their paths cross when Eawynn is appointed custodian of the Shewstone, the mystical orb of prophecy. Unfortunately for her, Matt is on a mission to steal it.

 

Bold Strokes Books Juni 2016

 

 

 

Lo empfiehlt im Juni 2016 den zweiten Teil einer Krimi-Reihe, der sich aber sehr gut auch ohne ersten Teil lesen läßt:

"Sterben in schwarz-weiß" von Elke Weigel

Der zweite Fall für Psychologin Carolin Baittinger und Kommissarin Johanna Schach. Die Behandlung ihrer neuen Patientin Alex bringt Carolyn nicht nur fachlich an ihre Grenze. Alex steht im Bann zweier Fotografinnen, die einen unheilvollen Einfluss auf sie ausüben. Als eine der Fotografinnen ermordet wird, deutet alles darauf hin, dass Alex in das Geschehen verwickelt ist. Doch ist sie wirklich die Mörderin? Mit ihren unkonventionellen Behandlungsmethoden versucht Carolin, das Beziehungsgeflecht zu durchschauen. Kommissarin Johanna ist in besonderem Maße persönlich betroffen, die Ermordete ähnelt ihr nämlich stark, und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

 

Konkursbuch-Verlag 2016

 

 

Lo liest im Mai 2016 noch einen Klassiker, den sie alle paar Jahre erneut rauszieht. Inzwischen in der elften Auflage und das erste Buch des el!les Verlags.

"Taxi nach Paris" von Ruth Gogoll

Sie begegnet ihrer Traumfrau, aber viel zu schnell landen beide im Bett – während sie sich verliebt hat, geht die andere nur ihrem Gewerbe nach. Jedoch sie ist sich sicher, das Herz der Angebeteten erobern zu können. Wird die Liebe stärker sein als die Zerreißproben und die beiden Frauen in der Stadt des Lichts zusammenführen?

'Hin- und hergerissen von ihren Gefühlen, zwischen totaler Eifersucht und Hingabe entwickelt sich eine atemberaubende Affäre, mit dramatischen Steigerungen und überraschenden Wendungen.' (lespress)

 

el!es Verlag 1996, 11.Auflage

 

 

Lo liest im März/April 2016 einen heißgeliebten Klassiker noch einmal und findet ihn noch immer genauso anbetungswürdig : 

"Die Marquise und die Novizin" von Victoria Ramstetter

Eine romantische lesbische Liebesgeschichte im Stil der englischen Schauerromane des 19. Jahrhunderts: Die junge Kathleen Thorn wurde von ihren Eltern in ein französisches Kloster abgeschoben und steht nun, mit 19 Jahren, kurz davor, den Nonnenschleier zu nehmen. Da erhält sie die Gelegenheit, als Gouvernante auf das prachtvolle Schloss der verwitweten Marquise Diane de Rochelle zu kommen, um deren kleinen Sohn zu unterrichten. Ihre Begegnung mit der so faszinierenden wie mysteriösen Schlossherrin stürzt die junge Frau in eine rätselhafte Verwirrung der Gefühle ...

 

Verlag Krug&Schadenberg 2015

 

 

Lo liest im Februar 2016 ein Buch von einer Autorin, die sie bisher nur über ihre Star Trek-Fanfiction kannte. Sehr empfehlenswert, leider wieder nur auf Englisch erhältlich.  

"The Caphenon" von Fletcher DeLancey

On a summer night like any other, an emergency call sounds in the quarters of Andira Tal, Lancer of Alsea. The news is shocking: not only is there other intelligent life in the universe, but it’s landing on the planet right now.

 

Tal leads the first responding team and ends up rescuing aliens who have a frightening story to tell. They protected Alsea from a terrible fate—but the reprieve is only temporary.

 

Captain Ekatya Serrado of the Fleet ship Caphenon serves the Protectorate, a confederation of worlds with a common political philosophy. She has just sacrificed her ship to save Alsea, yet political maneuvering may mean she did it all for nothing.

 

Alsea is now a prize to be bought and sold by galactic forces far more powerful than a tiny backwater planet. But Lancer Tal is not one to accept a fate imposed by aliens, and she’ll do whatever it takes to save her world.

 

Chronicles of Alsea Teil 1 Ylva Verlag 2015

 

 

Lo liest im Januar 2016 das erste aus einer Reihe von drei Büchern und ist ganz hin und weg:

"Kiss the girl" von Melissa Brayden

Sleeping with the enemy has never been so complicated.

Twenty-eight-year-old Brooklyn Campbell is having a bad day. A speeding ticket, a towed car, and a broken heel are all working against her laid-back vibe. To top it all off, her birth mother, whom she’s never met, has requested contact. The only bright spot is an impromptu date with a beautiful and mysterious brunette.

Jessica Lennox is what you would call a high-powered executive. She’s the head of a multimillion-dollar advertising firm in New York City, and it didn’t happen by accident. But when the blonde head turner from the wine bistro turns out to be her number one competitor, her life gets infinitely more complex.

Is New York big enough for both Brooklyn and Jessica? Maybe it’s just time they experienced it together...

 

Teil 1 Soho-Loft Trilogie Bold Strokes Books 2014

 

 

Lo liest im Dezember 2015 und kann es nur weiterempfehlen:

Tove Jansson "Fair Play"

Mari ist Schriftstellerin, Jonna Grafikerin. Seit Jahrzehnten arbeiten, lachen, streiten sie miteinander, winters in ihren Ateliers, sommers auf einer winzigen Schäreninsel. Komische Missverständnisse, monumentale Verstimmungen, rührende Rücksichtnahmen wechseln einander ab – eine beneidenswerte Form des Zusammenlebens, die man fast Glück nennen möchte.

Wir erleben Mari und Jonna, wenn sie sich Fassbinder- oder Western-Filme ansehen, ihre neuesten Produktionen kritisieren, durch den Südwesten Amerikas reisen sowie ihre Beziehung und ihr Altern reflektieren. Tove Jansson gelingt die kunstvolle Balance, in ruhigem Tempo unglaublich fesselnd zu erzählen und wahrhaftige Persönlichkeiten liebevoll und schonungslos offen darzustellen.

 

Verlag: Urachhaus, 2014